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Samstag, 16. August 2014

Elvis has left the building


Harmony Jones wurde während eines Elvis Konzerts geboren. Als sie noch klein war, da hat sie Elvis getroffen. Nun fährt sie mit einem pinkfarbenen Cadillac durch Amerika und vertickt für eine Firma namens Pink Lady Lippenstifte und Make-Up. Die Pink Lady Lippenstifte benutzt sie selbst nicht, sie ist gegen das Zeug allergisch. In allen schwierigen Situationen ihres Lebens redet sie mit Elvis. Durch eine Vielzahl von Umständen, die hier nicht genauer beschrieben werden sollen, verlieren alle Elvis Imitatoren in ihrer Umgebung ihr Leben. Das sind böse, böse Zufälle.

Es hat schon vor diesem ➱Film road movies gegeben, in denen Killer mit dem Auto durch Amerika fuhren (ich denke da zum Beispiel an ➱Terrence Malicks Badlands), aber keiner dieser Filme war eine Komödie. Die natürlich gut ausgeht. Allerdings nicht für die Elvis Imitatoren auf dem Dach des Hotels (Denise Richards eingeschlossen). Mehr kann ich von dem Film Elvis has left the building von Joel Zwick (der mit My Big Fat Greek Wedding berühmt wurde) nicht verraten, Sie müssen ihn sich schon selbst ansehen. Die DVD kostet bei Amazon Marketplace so gut wie nichts.

Es ist viel Musik von Elvis in dem Film, einmal singt Kim Basinger You Were Always On My Mind, was sie sehr gut macht. Ist leider nicht bei You Tube zu hören, aber Sie könnten sich ihr Honeysuckle Rose ➱hier einmal anhören. So federleicht und pink diese schwarze Komödie daher kommt, ist sie doch ziemlich böse. Der Film handelt auch von der gnadenlosen Vermarktung weiblicher Schönheit, vom American Dream of Success und von der Kommerzialisierung des Mythos von Elvis Presley. No one could have predicted the ubiquity, the playfulness, the perversity, the terror, and the fun of this, of Elvis Presley's second life, hat Greil Marcus gesagt.

Elvis Aaron Presley ist heute vor 47 Jahren gestorben. Ich kann zwar nicht sagen ➱You were always on my mind, aber ich habe doch einige Platten von ihm. Und ich habe das Buch Dead Elvis: A Chronicle of a Cultural Obsession von Greil Marcus, sicher eins der besten Bücher, das über den King geschrieben wurde (es erschien in Deutschland 1993 unter dem Titel Dead Elvis : Meister, Mythos, Monster bei Rogner & Bernhard). Was ich leider nicht besitze, ist ein Mitschnitt von dem Film Der Tag, an dem Elvis nach Bremerhaven kam, den die ARD 1979 sendete. Zu seinem 25. Todestag haben sie den nochmal gesendet, warum bringen sie den nicht mal auf DVD heraus?

Ich könnte hier noch lange weiter schreiben, aber es muss auch mal einen kurzen Post geben. Ich mache mal mit einem ➱Gedicht von Elvis ein Ende, es heißt Ode to a Robin:

As I wake this morning
when all sweet things are born
A robin perched on my windowsill 
to greet the coming dawn
He sang his sweet song so sweetly and paused
for a moments lull
I gently raised the window 
and crushed his fucking skull.

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