Taught that the mutual hope was dust,
In sorrow, but for higher trust,
How miserably deep!
All vanished in a single word,
A breath, a sound, and scarcely heard:
Sea--Ship--drowned--Shipwreck--so it came,
The meek, the brave, the good, was gone;
He who had been our living John
Was nothing but a name.
Das wird ein englischer Dichter schreiben, nachdem sein Bruder John im Alter von fünfunddreißig Jahren bei einem Schiffbruch am 5. Februar 1805 stirbt. Dieser John war mit der Earl of Abergavenny auf dem Weg nach China. Er hatte als Kapitän mit dem Schiff der East India Company, das vorher sein Onkel kommandierte, schon zwei erfolgreiche Reisen nach Bengalen und China gemacht, 1797-1798 und 1799-1800. Genügend seemännische Erfahrung hatte er, er fuhr schon seit zwanzig Jahren zur See.
In diese neue Reise hatte er viel Geld gesteckt. Die East India Company gestand ihren Kapitänen unentgeltlichen Stauraum auf dem Schiff für Waren zu, mit denen die Kapitäne selbst handeln konnten. Der Kapitän mit dem Vornamen John hofft, mit dieser Reise ein Vermögen zu machen. Nicht für sich, den größten Teil des Geldes sollte sein Bruder, der Dichter, bekommen, der ihm schon bei zwei Fahrten Geld geliehen hatte. Durch den Fehler eines Lotsen sinkt das Schiff am Nachmittag anderthalb Meilen vom Strand der →Bucht von Weymouth entfernt. Sea--Ship--drowned--Shipwreck--so it came. Von den 402 Menschen an Bord ertrinken 263, die meisten sind Soldaten der britischen Armee und der East India Company. Auch der Kapitän John ertrinkt. Der Dichter wird die Elegie I only look'd for pain and grief für seinen Bruder schreiben. Vielleicht trauert auch eine Frau namens Jane in England um diesen John, mit dem sie sich vielleicht hätte verloben wollen. Sie wird ihn zehn Jahre später in einen Roman schreiben.
Wir müssen unseren Personen einen Nachnamen geben. Diese Jane ist niemand anderes als Jane Austen, deren letzter Roman Persuasion von der Liebe eines armen Marineoffiziers zu einer jungen Frau aus besseren Kreisen handelt. Jane Austen verkehrte in Kreisen von Marineoffizieren, zwei ihrer Brüder werden Admiral werden. Aber hat sie wirklich den jungen Kapitän John Wordsworth kennengelernt?
Das behauptet Constance Pilgrim in ihrem Buch Dear Jane: a Biographical Study of Jane Austen. Bei →Pilgrim können wir lesen, dass Jane Austens Schwester Cassandra ihrer Nichte Caroline erzählt habe: when they were by the sea – I think she said in Devonshire … – who had seemed greatly attracted by my Aunt Jane – I suppose it was an intercourse of some weeks – and that when they had to part … he was urgent to know where they would be the next summer, implying or perhaps saying that he should be there also, wherever it might be. I can only say the impression left on Aunt Cassandra was that he had fallen in love with her sister, and was quite in earnest. Soon afterwards they heard of his death … I am sure she thought he was worthy of her sister, from the way in which she recalled his memory, and also that she did not doubt, either, that he would have been a successful suitor.
Der Kritiker John Wiltshire hat Pilgrims Buch als wonderful, ridiculous bezeichnet, und Carl H. Ketcham weist die Theorie von dem →unknown lover zurück: Jane, then, evidently did not meet John that summer in Devon, certainly not because he had saved her friend’s relative. That she met him at all remains, at best, a supposition on which to exercise entertaining speculation, and one that obviously lacks substance compared to her known relationships with Tom Lefroy, Edward Bridges, Samuel Blackall, and Harris Bigg-Wither, or perhaps even with the mysterious clergyman at Sidmouth. The unknown lover must, despite Constance Pilgrim’s ingenuity and her new sources, rest in the category of the unknown.
Es wäre natürlich eine zu schöne Geschichte, wenn Jane Austen, über deren →Liebesleben wir wenig wissen, den Bruder von William Wordsworth geheiratet hätte. Aber der Rest der oben erzählten Geschichte ist wahr, Wordsworths jüngerer Bruder (hier im Bild) war Kapitän. Ein stiller, zurückhaltender Mann, der an Bord gerne Verse seines Bruders aufsagte. Die Besatzung nennt ihn den Philosophen. Man hat seine Leiche Wochen nach dem Untergang der Earl of Abergavenny am Strand gefunden.
Das Salisbury and Winchester Journal schrieb im März 1805: The body of the unfortunate John Wordsworth, Esq late Captain of the Abergavenny East-Indiaman, was taken up on the Beach near Weymouth, on Wednesday last, and on Thursday was taken in a hearse to the parish church of Wyke-Regis, followed by a great number of the principal inhabitants of Weymouth, and there interred. Man hat auch einen goldenen Manschettenknopf mit den Buchstaben JW gefunden, der könnte ihm gehört haben. William Wordsworth hat in Grasmere noch einen Gedenkstein aufstellen lassen, auf dem die Worte a silent poet, a cherished visitant and lover of this valley stehen. Er hat seinen Bruder auch in Home in Grasmere hineingeschrieben:
The inmates not unworthy of their home,
The Dwellers of their Dwelling.
And if this
Were otherwise, we have within ourselves
Enough to fill the present day with joy,
And overspread the future years with hope,
Our beautiful and quiet home, enriched
Already with a stranger whom we love
Deeply, a stranger of our Father's house,
A never-resting Pilgrim of the Sea,
Who finds at last an hour to his content
Beneath our roof. And others whom we love
Will seek us also, Sisters of our hearts,
And one, like them, a Brother of our hearts,
Philosopher and Poet, in whose sight
These mountains will rejoice with open joy.
Alles, aber wirklich alles, zu dem Schiffbruch finden Sie in →John Wordsworth and the wreck of the Earl of Abergavenny. Wenn John Constable zehn Jahre nach dem Unglück während seiner Flitterwochen die Weymouth Bay malt, ist von dem Schiffswrack nichts mehr zu sehen. Man hatte es gesprengt, damit die Schiffahrt nicht durch die Reste der Masten behindert wird. Die 62 Kisten mit den Silberdollars, die im Bauch des Schiffes ruhten, hat man vor der Sprengung geborgen. Die wollte die East India Company doch gerne wiederhaben.

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