Am 24 April 1671 wurde Stenka Rasin, der Anführer der Donkosaken nach einem misslungen Aufstand durch Truppen des Zaren Alexei festgenommen. Er wird nicht mehr lange leben. Aber er lebt in Legenden, Geschichten und Liedern weiter. Ein Lied habe ich hier, gesungen von ✺Ivan Rebroff. Die Melodie kennen Sie alle. Es ist viel von der Wolga die Rede in dem Stenka Rasin Lied, das es →hier zu lesen gibt, und das seit dem 24. April 2020 mit dem Post Stenka Rasin hier im Blog steht.
Ich habe noch ein anderes Gedicht über die Wolga, von jemandem, der 1917 an der Wolga geboren wurde. Der Dichter heißt →Woldemar Herdt, (die Liste seiner Publikationen können Sie→hier sehen), und Stenka Rasin kommt in seinem Gedicht auch vor:
Sing, Dichter, nicht von Wolgas blauen Fluten,
solang vor mir der dunkle Urwald steht.
Du lässt mein Herz durch deine Harfe bluten,
mein krankes Herz, das sich schon totgesehnt.
O Wolgaland, wenn ich für immer scheide
Und deine Fluren nimmer wiederseh’,
möcht auferstehen ich als Trauerweide
auf vielbesung’ner Stenka-Rasin-Höh’.
Dort will ich weinen durch die bitt’re Rinde,
mit meiner Krone rauschen früh und spät,
und so erzählen meinen Enkelkindern
von meinem Völkchen, das im Wind verweht.
Do not sing, poet, of the Volga River’s flowing waters
as long as dark the ancient forest looms in front of me.
My heart is bleeding through your doleful harpstrings,
my wounded heart that yearns for death, alas.
Oh Volga-Land, if I must part forever
and never see your open fields again,
I’d like to rise anew, a weeping willow tree,
On Stenka Rasin’s song-praised height.
There I shall weep through bitter willow bark
and rustle with my crown from dawn to dusk;
thus I shall tell to all my children
of our people like the wind dispersed.
solang vor mir der dunkle Urwald steht.
Du lässt mein Herz durch deine Harfe bluten,
mein krankes Herz, das sich schon totgesehnt.
O Wolgaland, wenn ich für immer scheide
Und deine Fluren nimmer wiederseh’,
möcht auferstehen ich als Trauerweide
auf vielbesung’ner Stenka-Rasin-Höh’.
Dort will ich weinen durch die bitt’re Rinde,
mit meiner Krone rauschen früh und spät,
und so erzählen meinen Enkelkindern
von meinem Völkchen, das im Wind verweht.
Ich habe das Gedicht auch in englischer Übersetzung für meine englischen und amerikanischen Leser. Die Übersetzung stammt von Werner Schulz, einem emeritierten Germanistikprofessor in Hickory in den USA. Heute kommen bei mir viele Nationen zusammen
as long as dark the ancient forest looms in front of me.
My heart is bleeding through your doleful harpstrings,
my wounded heart that yearns for death, alas.
Oh Volga-Land, if I must part forever
and never see your open fields again,
I’d like to rise anew, a weeping willow tree,
On Stenka Rasin’s song-praised height.
There I shall weep through bitter willow bark
and rustle with my crown from dawn to dusk;
thus I shall tell to all my children
of our people like the wind dispersed.








