Dienstag, 14. Mai 2019

Doris Day ✝


Doris Day ist gestern im Alter von 97 Jahren gestorben. Mit ihrem Que Sera, Sera bin ich aufgewachsen, es geht einem ein Leben lang nicht aus dem Kopf. Doris Day hatte in diesem Blog zu ihrem neunzigsten Geburtstag schon einen Post, ich stelle den heute noch einmal hier ein.

Am heutigen Tag kann hier nur ein Text stehen. Natürlich Que Sera, Sera, Erkennungsmelodie der Doris Day Show: Doris Day wird heute neunzig. Der Song Que Sera, Sera, der wie ein Volkslied daherkommt, hat allerdings keine Wurzeln im Spanischen. Oder im Italienischen. Er wurde wurde 1956 von Ray Evans und Jay Livingston für den Hitchcock Film Der Mann, der zuviel wußte geschrieben. Ein spy thriller, der für Hitchcock ein Re-Make eines eigenen Films aus den dreißiger Jahren war. Damals allerdings noch ohne Que Sera, Sera. Die Sache mit dem Song ist ja das Beste in diesem Film, wenn Doris Day das singt, dann hat der etwas langweilige Film endlich seinen Höhepunkt.

When I was just a little girl
I asked my mother
What will I be
Will I be pretty
Will I be rich
Here's what she said to me

Que sera, sera
Whatever will be, will be
The future's not ours to see
Que sera, sera
What will be, will be

When I grew up and fell in love
I asked my sweetheart
What lies ahead
Will we have rainbows
Day after day
Here's what my sweetheart said

Que sera, sera
Whatever will be, will be
The future's not ours to see
Que sera, sera
What will be, will be

Now I have Children of my own
They ask their mother
What will I be
Will I be handsome
Will I be rich
I tell them tenderly

Que sera, sera
Whatever will be, will be
The future's not ours to see
Que sera, sera
What will be, will be
Que Sera, Sera

Aber die Herren Ray Evans und Jay Livingston haben die Phrase Que sera, sera nicht erfunden. Sie ist in der englischen Sprache schon lange vor 1956 heimisch. Sehr lange. Sie findet sich schon 1582 bei einem Sir William Teshe:

Some sorte of men contynually forecast,
and doe dyvine of thinges which maye insue,
neuer respecting what is gone and past,
but what’s to come, that deeme they wilbe true,
Though falce in fine; for why? by proofe we see,
che sara, sara, What shalbe, shalbe.


Und in dieser Zeit gelangt der Spruch auch in das Wappen der Russells, die die Herzöge von Bedford sind. Wenn Sie den Post Lord John Russell gelesen haben, dann kennen Sie diese Familie ja schon. Der Sprachwissenschaftler Lee Hartmann von der Southern Illinois University hat die Herkunft von Que sera, sera untersucht, Sie können hier seinen wirklich interessanten Artikel lesen. Und natürlich gratulieren wir Doris Day (die ja eigentlich eine halbe Deutsche ist und Doris Mary Ann Kappelhoff heißt) ganz herzlich. Vielleicht mit diesem netten kleinen Video. Die Songs, die man da hört wurden 1967 für The Love Album aufgenommen, aber erst 27 Jahre später veröffentlicht. Que Sera, Sera.

Keine Kommentare:

Kommentar posten