Als Google 2012 meinen Post Leuchttürme aus dem Netz löschte, wusste ich weshalb. In dem Post gab es einen einstündigen Film, der bei ✺YouTube zu sehen war, den die Wasser- und Schiffahrtsdirektion Kiel in den Jahren 1964-1967 über den Bau des Kieler Leuchtturms gedreht hatte. Google verdächtigte mich, dass ich gegen irgendein Copyright verstoßen hätte. Hatte ich nicht, die Wasser- und Schiffahrtsdirektion hatte die Ausstrahlung genehmigt. Es brauchte einige Zeit, bis man das im Silicon Valley begriffen hatte, dann stand der Post wieder im Netz.
Ich habe offenbar gerade wieder einmal gegen die Community-Richtlinien von Google verstoßen, denn Google teilte mir mit, dass mein Post Schatten nicht mehr normal erreichbar sein. Da war jetzt eine Seite vorgeschaltet, auf der man lesen konnte: Warnung zu sensiblen Inhalten. Dieser Blog enthält möglicherweise sensible Inhalte. Im Allgemeinen überprüft Google weder Blog-Inhalte noch sprechen wir uns für oder gegen die Inhalte dieses oder anderer Blogs aus. Weitere Informationen zu unseren Inhaltsrichtlinien findest du in den Community-Richtlinien von Blogger. Solche Seiten sind normalerweise den →pornographischen Blogs bei Google vorgeschaltet. Und davon gibt es eine Menge. Nun finden sich in Schatten, in dem es um den Film Fifty Shades of Grey geht, keine sensiblen Inhalte und keine Pornographie. Eher das Gegenteil.
Ich weiß inzwischen, was man tun muss, um den Johnny Controletti bei Google zu beruhigen. Man tauscht ein paar Satzzeichen aus, löscht einen Link, der ins Leere führt, und wartet ab. Nach drei Tagen bekam ich eine Mail mit dem Text: Hallo, wir haben den Post 'Schatten' noch einmal anhand unserer Community-Richtlinien geprüft und wieder freigegeben. Der Post kann unter https://loomings-jay.blogspot.com/2015/02/schatten.html aufgerufen werden. Ach, es ist doch beruhigend von Google in der brave new world des Internets überwacht zu werden. Aber wie der Lateiner so schön sagt: sed quis custodiet ipsos custodes?

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