Mittwoch, 24. Juli 2013

Klimbim


Es muss mal eben ganz kurz an ein kulturelles Ereignis erinnert werden, das heute vor vierzig Jahren zum ersten Mal über Deutschlands Fernsehschirme irrlichterte. Nämlich eine Fernsehsendung namens Klimbim. Der Herr, der hier die wunderbar komische ➱Ingrid Steeger im Arm hält, ist übrigens Curd Jürgens. Es traten viele Prominente für einen kurzen Augenblick auf. Sogar Jerry Lewis war in einer der ersten Sendungen zu sehen.

Ein Höhepunkt war sicher auch der Auftritt eines bekannten Fußballers, den sein Freund Michael Pfleghaar (der den ganzen Klimbim auf dem Gewissen hatte) unter einem Vorwand ins Studio gelockt hatte. Der trat dann als Heino auf. Schauen Sie doch ➱hier einmal hinein, kommt ganz am Anfang (das berühmte letzte Tor für Borussia Mönchengladbach gibt es noch als Zugabe).

Sketche, Klamauk, running gags und Blödeleien, manches Übel flüchtet vor der Heiterkeit. Gut, es war nicht Monty Python, aber stellenweise grenzte es schon ans absurde Theater. Für deutsches Fernsehen war es schon komisch. Und wesentlich witziger als Cindy aus Marzahn. Aber wie es mit der Komik so ist, sie währt nicht ewig, nach sechs Jahren war Schluss mit dem Klimbim. Die ARD feiert heute den fünfundsiebzigsten Geburtstag von Götz George. Da ist kein Platz im Programm (auch beim WDR oder N3 nicht) für eine Wiederholung der ersten Sendung von Klimbim. Dabei hätten wir den Titelsong doch alle noch mitsingen können:

Klimbim ist unser Leben
Klimbim hat montags zu
Klimbim schmeckt nach Vanille
Und spielt gern Blinde Kuh
Klimbim ist unser Leben
Und ist es mal nicht wahr
Dann mach ich mir 'nen Schlitz ins Kleid
und find es wunderbar!


Aber was die ARD nicht kann, das können wir natürlich ➱hier bieten.

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