Sonntag, 14. April 2019

muss nicht sein


Ich weiß nicht, ob Ihnen der Name Adolf Friedrich Graf von Schack (der am 14. April 1894 in seinem geliebten Rom starb) etwas sagt. Der war einmal berühmt, heute kennt ihn wahrscheinlich kaum noch jemand als Dichter. Als Namensgeber der Münchener Sammlung Schack kennt man ihn schon noch. Aus der im Trevo Brunnen badenden Anita Ekberg können sie schließen, dass es heute ein Gedicht über den Trevi Brunnen geben wird:

Früh schon hab′ ich, fast noch Knabe,
Meine Lippen so wie jetzt,
Quelle Trevi, an der Labe
Deiner reinen Flut genetzt.

Und von deinem Zaubertranke
An die ew′ge Stadt gebannt,
Jahr für Jahr, der Sehnsuchtkranke,
Zog ich an den Tiberstrand.

Saß auf bröckelndem Gesteine,
Wo Metellas Asche ruht,
Schweifte in Egerias Haine,
Schlürfte, Quell, von deiner Flut.

Und auf mich, da der Albaner
Berge wieder vor mir blaun,
Seh′ ich nun als ernsten Mahner
Cestius′ Denkstein niederschaun.

Sei′s! Muß ich zum letztenmale
Schöpfen aus dem Trevistrom,
Noch die randgefüllte Schale
Weih′ ich dem geliebten Rom.


1835 hatte Schack den Trevi Brunnen zum erstenmal gesehen, es war der Beginn einer lebenslangen Begeisterung für Italien, an deren Ende dieses Gedicht steht. Wenn Sie noch mehr Gedichte von Adolf Friedrich Graf von Schack lesen wollen, klicken Sie diese Seite an. Muss aber nicht sein. Noch mehr über römische Wasserspiele finden Sie in dem Post Trevi Brunnen.

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