Freitag, 27. April 2012

Ulysses S. Grant


Ich weiß nicht, wie viele Generäle malen konnten, aber der Amerikaner Ulysses S. Grant konnte es. Er hatte in West Point eine Malklasse bei dem Maler Robert Walter Weir belegt. Hiram Ulysses Grant wurde heute vor 190 Jahren geboren. Er war nach Washington der zweite ➱Viersterne-General, den die US Army hatte, und er war zweimal Präsident der Vereinigten Staaten.

Er war vielleicht ein guter General, obgleich Mrs Lincoln da anderer Meinung war: He is a butcher and is not fit to be at the head of an army. Yes, he generally manages to claim a victory, but such a victory! He loses two men to the enemy's one. He has no management, no regard for life. Die Frage, ob er ein guter Präsident war, ist schnell beantwortet. Da sind sich die Historiker einig. Er war es nicht. Ulysses Grant ist in diesem Blog schon mehrfach erwähnt worden, ich könnte es mir ersparen, über ihn zu schreiben.

Aber eine kleine Kuriosität hätte ich doch noch. Wussten Sie, dass Ulysses S. Grant in einer Oper vorkommt? Geschrieben - of all people - von Gertrude Stein? The Mother of Us All heißt sie, ein Gemeinschaftswerk von Gertrude Stein und Virgil Thomson. Sie können bei ➱YouTube ja einmal hineinhören. Gertrude Stein mochte General Grant, sie bewunderte den Prosastil seiner Memoiren, die von Mark Twain verlegt wurden. Der als Grants Verleger natürlich das Werk in den höchsten Tönen pries und mit Julius Caesars Schriften verglich: I was able to say in all sincerity that the same high merits distinguished both books clarity of statement, directness, simplicity, manifest truthfulness, fairness and justice toward friend and foe alike and avoidance of flowery speech. General Grant was just a man, just a human being, just an author...The fact remains and cannot be dislodged that General Grant's book is a great, unique and unapproachable literary masterpiece.

Noch Jahrzehnte später sind Kritiker von den Memoiren begeistert. Edmund Wilson hat in Patriotic Gore nette Dinge über die Erinnerungen gesagt, und Gore Vidal schrieb: It is simply not possible to read Grant's Memoirs without realizing that the author is a man of first-rate intelligence. Hier auf dem Photo sitzt der Ex-Präsident auf der Terrasse seines Hauses und schreibt. Er schreibt gegen den Tod an, er weiß, dass er an Kehlkopfkrebs sterben wird. Aber ständig angefeuert von Mark Twain schreibt er weiter, er will seine Familie versorgen. Er hat all sein Geld bei Spekulationen verloren, jetzt ist er der lebende Beweis für Bulwer-Lytttons Satz the pen is mightier than the sword. Wenige Tage, nachdem er den letzten Satz geschrieben hat, wird er sterben. Die ➱Memoiren werden ein Bestseller.

Mein Gedicht heute kommt nicht aus der Weltliteratur, es ist von einem anonymen ➱Blogger, wahrscheinlich einem Schüler. Es ist simpel und direkt, keine Symbolik, keine Metaphern, keine poetic diction. Und doch hat es (vielleicht ungewollt) etwas Poetisches an sich.

My name is Ulysses simpson Grant
I'm the four star general of Union Armies
No other general is better than me
And I know for a fact that they can't

I won many battles in the civil war,
Shiloh, Chattanooga and many more
I captured fort Donelson on the Cumberland river
I captured Vicksburg on the Mississippi river
From winning battles, I became a star
And being a star got me very far
I was the best American general
And everyone thought so too
people knew that I did great
and I knew what they meant
They voted me president
Of the United states

I didn't do a very good job
being the president
I hired corrupt friends to be politicians
and I didn't use my common sense.

I let prisoners out of jails
for no reason I recall
I wasn't friendly to my cabinet members
they didn't like me at at all.

A lot of scandals
my corrupt friends did do
they would take your money
And buy new pairs of shoes

Sorry America

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