Dienstag, 31. Mai 2011

URL


http://
www.whydidi
getwrappedupintheinformationsuperhigh
way&trapmyselfassurelyasaspi
derspinsawebaroundafly
inaworldofvirtualreality
indetermin@esexuality
andinstantaccessibility
Ibrowsedforimmortality
withaquickdoubleclick
Idownloadedasoul
andforthepriceofalocalcall
upgradedmyhearttodigital
butnowtheyrenolongercomp@ible
withthehopes&dreamsistoredtoncdrom
anditisntpctobeme.com

Ja, dahin wird es kommen. Dies ist ein Gedicht, und es heißt http://. Auf solche Titel wären Leute wie Shelley oder Keats natürlich nie gekommen. Aber Carole Houlston aus Manchester, die ist darauf gekommen. Ich finde das eigentlich wirklich witzig. Vielleicht wird es eines Tages wirklich solche Internetadressen geben. Manche Leute reden und schreiben heute ja schon so ähnlich. Ich habe im Radio gehört, dass Deutschland Weltmeister im Simsen ist. Auch die Kanzlerin simst. Ich nicht, weil ich gar nicht weiß, was das ist. Und weil ich auch kein Mobiltelephon habe.

Wenn ich noch einmal auf das http:// zurückkommen  darf, ich habe jetzt 5 (in Worten: fünf) neue URLs. Die sind ein wenig aus der Not geboren. Die erste war eigentlich nur für die Zwischenlagerung von Dingen da, die ich für diesen Blog geschrieben hatte. Weil ich nicht wusste, was das elektronische mene tekel uparsin am Freitag, dem 13., für die Zukunft von Googles Blogger System bedeutete. Alles weg? Also packte ich das zu WordPress (was anderes fiel mir nicht ein), machte einen Blog auf, der ➪fashion & culture heißt. Da sicherte ich erst einmal ➪Royal Flying Corps. Der Zufallsgenerator von WordPress offerierte mir ein Layout, das mir gefiel. Ich hätte mich natürlich mit deren Gebrauchsanweisung vertraut machen können, vor allem, weil die einen ganzen Kurs from zero to hero anbieten. Aber ich lese nie die Gebrauchsanweisungen, mit dieser Haltung bin ich erstaunlicherweise durchs Leben gekommen. Die Lektüre von Beipackzetteln macht krank, und from zero to hero ist eine freche Lüge: man wird damit kein Held. Und ganz nebenbei: das Text Editor System von Google/Blogger ist viel unkomplizierter als das System von WordPress.

Aber die Sache mit dem Thema-Blog war irgendwie zu verführerisch, und so bastelte ich mir einen nach dem anderen: Mode, Film, Krimis, Uhren und Kunst. Schaufelte alles von SILVAE da rüber, leicht überarbeitet, zum Teil neu illustriert und etwas angereichert. Die Adressen sind nicht geheim.

FASHION AND CULTURE ist der Mode-Blog. Ein Blog mit dem schönem Namen ➨TICKENDES TEUFELSHERZ handelt von der Welt der Uhren. Und in ➨SILVERSCREEN steht viel über Film. Und dann gibt es da noch ➨THE SIMPLE ART OF MURDER, nix wie Krimi. Die Krönung ist aber mein Kunst Blog mit dem Namen ➨VITA BREVIS; ARS LONGA, der gefällt mir ganz besonders. Natürlich bleibt SILVAE mein Hauptinteresse, so dass Sie als Leser hier gut aufgehoben sind.

Google zählt meine Leser seit einem Jahr. Gerade eben habe ich die stolze Zahl von 194.067 Seitenzugriffe erreicht (meine eigenen Klicks nicht mitgezählt), wäre natürlich witzig gewesen, wenn es 200.000 gewesen wären. Aber ich finde das schon eine ganz beeindruckende Zahl für einen manchmal doch etwas anspruchsvolleren Kultur-Blog, dessen ungeschriebenes Motto prodesse et delectare ist. Über die Bestseller bei den 525 Posts bin ich immer wieder  ein wenig überrascht. Dass der Morning Coat in vierzehn Tagen fünfhundert Mal gelesen wurde, hätte ich mir beinahe gedacht, dass aber Somewhere West of Laramie mit über sechstausend Lesern die Bestsellerliste anführt, hätte ich niemals gedacht. Dass es Franz Radziwill auf zweitausend Leser gebracht hat, finde ich sehr schön. Ich wünschte mir, dass mein Artikel über Peter Gutkind mehr Leser finden würde.

Allerdings könnte man aus den meistgelesenen Posts, die von Britt Ekland über Cricket bis Dior reichen, kein Profil der Leser erstellen. Blog-Leser bleiben rätselhafte Wesen. Ich hatte in den ersten Januartagen angekündigt, dass ich langsamer schreiben wollte. Das habe ich noch nicht wahrmachen können, aber wenn nächste Woche der zweihunderttausendste Klick auf diese Seite kommt, dann fange ich vielleicht damit an.

Morgen und übermorgen gibt es hier ganz tolle Artikel, das kann ich schon mal versprechen.

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