Freitag, 18. April 2025

Karfreitag


Ich vergesse so viel

Ich vergesse so viel
Das meiste
Nur einiges nicht

Nicht die englische Tänzerin
Mit den roten Schuhen
Nicht den brennenden Bergahorn
Vor der Eigernordwand

Auch nicht die Toten
Mit Kalk übergossen
Wie sie glänzten im Mondlicht

Zeit schöner Engel
Mit dem Kranz im Haar
Und der Pistole im Gürtel

Im Briefkasten liegt ein Zettel
Verlaß das Haus
Und ein anderer
Jesus war bei dir

Jesus wer soll das sein?
Ein Galiläer
Ein armer Mann
Aufsässig

Eine Großmacht
Und eine Ohnmacht
Immer
Heute noch.


Marie Luise Kaschnitz: Ich vergesse so viel (1972) in: Notizen der Hoffnung

Donnerstag, 17. April 2025

Danmark


Mehr als hundert meiner Leser haben gewusst, dass die dänische Königin Margrethe gestern ihren 85. Geburtstag feiern konnte. Das weiß ich, weil mehr als hundert Leser den Post Ingahild Grathmer angeklickt haben. Sie hätten auch die Posts skandinavische Mode oder Des Königs Jaguar anklicken können, da wird sie auch erwähnt. Ich sende heute verspätete Glückwünsche und habe natürlich ein dänisches Gedicht für den Tag. Es heißt Den danske Sommer und ist von dem Maler und Dichter Thøger Larsen, dessen 150. Geburtstag man gerade in Dänemark feiert:

Danmark, nu blunder den lyse Nat
bagved din Seng, naar du sover.
Gøgen kukker i Skov og Krat,
Vesterhavet og Kattegat
synger, imens det dugger,
sagte som Sang ved Vugger.

Danmark, du vaagner med Søer blaa,
mætte som Moderøjne.
Alt, hvad i dine Arme laa,
lader du Solen skinne paa,
ser, hvor det yppigt glider,
frem af forgangne Tider.

Lærker, som hopped’ af Æg i Vaar,
svinder i Himlens Straaler.
Tonerne ned med Lyset gaar,
samme Sang som i tusind Aar.
Lykken fra glemte Gruber
klinger af unge Struber.

Hyldene dufter i Stuen ind
ude fra Danmarks Haver.
Kornet modnes i Sommervind.
Hanegal over lyse Sind
stiger bag Gavl og Grene,
hvæsset som Kniv mod Stene.

Køer og Heste og Faar paa Græs
henover brede Agre,
aabne Lader for fulde Læs,
Sejl, som stryger om Klint og Næs,
Byger, som gaar og kommer -
det er den danske Sommer.

Pigernes Latter og lyse Haar,
Leg, som faar aldrig Ende,
Øjnene blaa som Vand i Vaar -
mildt om et evigt Danmark spaar,
Sol over grønne Sletter,
Lykke og lyse Nætter.


Google Translate übersetzt das mit:

Der dänische Sommer

Dänemark, jetzt schlummert die helle Nacht
hinter Ihrem Bett, wenn Sie schlafen.
Der Kuckuck, Kuckuck in Wald und Dickicht,
Die Nordsee und das Kattegat
singt, während es regnet,
Leise, wie ein Lied an der Wiege.

Dänemark, du wachst mit blauen Seen auf,
Zufrieden wie Mutters Augen.
Alles, was in deinen Armen war,
Lass die Sonne weiter scheinen,
sieh, wie es üppig gleitet,
vorwärts aus vergangenen Zeiten.

Lerchen, die im Frühling aus Eiern sprangen,
In den Strahlen des Himmels verblassend.
Die Töne versinken mit dem Licht,
Das gleiche Lied wie seit tausend Jahren.
Das Glück vergessener Gruben
klingt aus jungen Kehlen.

Die Regale duften im Wohnzimmer
aus den Gärten Dänemarks.
Das Korn reift im Sommerwind.
Hahnenschrei über klugen Köpfen
Leitern hinter Giebeln und Ästen,
Geschärft wie ein Messer gegen Steine.

Kühe, Pferde und Schafe auf der Wiese
Über weite Felder,
Öffnen Sie Loads für vollständiges Lesen,
Segel, die um Klippen und Landzungen fegen,
Schauer, die kommen und gehen -
Es ist dänischer Sommer.

Das Lachen der Mädchen und ihr leuchtendes Haar,
Ein Spiel, das niemals enden wird,
Augen blau wie Wasser im Frühling -
sagt milde ein ewiges Dänemark voraus,
Sonne über grünen Ebenen,
Glück und helle Nächte.


Unser Nachbarland Dänemark war immer wieder in diesem Blog. Ich war zwei Tage im Netz, da schrieb ich I skovens dybe stille ro und Kopenhagen. Der meistgelesene dänische Post ist Mein Dänemark, der hat schon über achttausend Leser. Genau so viel wie der Post Dänische Kunst. Auf Platz drei liegt der Post Skagen mit sechstausend Klicks. Danach kommen schon die Posts skandinavische Mode und Des Königs Jaguar mit 4.200 und 3.200 Klicks. Wenn man die vielen anderen Posts zu Dänemark dazu tut, wäre das schon ein kleines hyggeliges Dänemark Buch.

Mittwoch, 16. April 2025

Monte Cassino

Terence Alan Milligan, der sich den Namen Spike Milligan gab, hat heute Geburtstag. Er war hier schon in den Posts Spike Milligan und Royal Wedding. Er hat wunderbare Nonsense Gedichte geschrieben, wie dieses hier:

Said Hamlet to Ophelia,
I'll draw a sketch of thee,
What kind of pencil shall I use?
2B or not 2B?


Aber es gibt noch einen anderen Spike Milligan. Der 1939 zur Royal Artillery geht und den Krieg in Tunesien und Italien erlebt. Bei Monte Cassino wird er verwundet werden und leidet unter dem, was man shell shock nennt. Sein Vorgesetzter hält ihn für verrückt und degradiert den lance bombardier Milligan zum einfachen Soldaten. Milligan kommt ins Lazarett, man behandelt die Wunden und pumpt ihn voll mit Tranquilizern. Aber der Schock sitzt tief in ihm, und wenn er über seine toten Kameraden das Gedicht The Soldiers At Lauro schreibt, dann hat das nichts von Nonsense Versen an sich:

Young are our dead
Like babies they lie
The wombs they blest once
Not healed dry
And yet - too soon
Into each space
A cold earth falls
On colder face.
Quite still they lie
These fresh-cut reeds
Clutched in earth
Like winter seeds
But they will not bloom
When called by spring
To burst with leaf
And blossoming
They sleep on
In silent dust
As crosses rot
And helmets rust.

Spike Milligan hat seine Kriegserlebnisse ich sechs Büchern verarbeitet. Das erste war Adolf Hitler: My Part in His Downfall. Das Buch ist auch verfilmt worden, den Film habe ich ✺hier für Sie.

Dienstag, 15. April 2025

Heidelberg

Der Besuch aus Heidelberg ist wieder weg, das bringt mich dazu, ein Heidelberg Gedicht einzustellen. Da gibt es eigentlich nur eins, und das ist von Hölderlin. Der ist mehrmals in Heidelberg gewesen. Ich nur einmal, drei Tage im Sommer. Es war irgendein Fest in der Stadt, und es waren bestimmt zehntausend amerikanische Touristen da. War ich dafür wegen der stupsnasigen Rothaarigen durch halb Deutschland getrampt? Die schwüle Luft lag schwer in dem Talkessel, es gab keinen Windhauch. Ich weiß noch, dass ich mir in dem ganzen Trubel wünschte, ich wär an der Nordsee. Heidelberg ist nicht so mein Ding. Wenn Sie noch andere Heidelberg Gedichte suchen, dann kann ich dieses Buch des Insel Verlags nur empfehlen. Zwölf Heidelberg Gedichte mit Interpretationen. Das Hölderlin Gedicht aus dem Jahre 1800 ist auch drin:

Lange lieb ich dich schon, möchte dich, mir zur Lust,
Mutter nennen und dir schenken ein kunstlos Lied,
Du, der Vaterlandsstädte
Ländlichschönste, so viel ich sah.

Wie der Vogel des Walds über die Gipfel fliegt,
Schwingt sich über den Strom, wo er vorbei dir glänzt,
Leicht und kräftig die Brücke,
Die von Wagen und Menschen tönt.

Wie von Göttern gesandt, fesselt‘ ein Zauber einst
Auf die Brücke mich an, da ich vorüber ging
Und herein in die Berge
Mir die reizende Ferne schien,

Und der Jüngling, der Strom, fort in die Ebne zog,
Traurigfroh, wie das Herz, wenn es, sich selbst zu schön,
Liebend unterzugehen,
In die Fluten der Zeit sich wirft.

Quellen hattest du ihm, hattest dem Flüchtigen
Kühle Schatten geschenkt, und die Gestade sahn
All’ ihm nach, und es bebte
Aus den Wellen ihr lieblich Bild.

Aber schwer in das Tal hing die gigantische,
Schicksalskundige Burg nieder bis auf den Grund,
Von den Wettern zerrissen;
Doch die ewige Sonne goß

Ihr verjüngendes Licht über das alternde
Riesenbild, und umher grünte lebendiger
Efeu; freundliche Wälder
Rauschten über die Burg herab.

Sträuche blühten herab, bis wo im heitern Tal,
An den Hügel gelehnt oder dem Ufer hold,
Deine fröhlichen Gassen
Unter duftenden Gärten ruhn.


Noch viel mehr Hölderlin in den Posts: Michael Hamburger, Friedrich Hölderlin. Sonnenbräune, Hölderlin, Holterling, Dichterfreund, Isaac von Sinclair, Herbstgedicht, Der Sommer, Vergil, die Jungfer Lotte, Poetry Month, Boehlendorff

Montag, 14. April 2025

Pause


Im letzten Jahr habe ich im April beinahe jeden Tag geschrieben. Und am Ende des Monats habe ich mir gesagt: Das machst Du im nächsten Jahr nicht wieder. Und was ist? Ich schreibe wieder jeden Tag. Damit höre ich jetzt mal eben auf, ich brauche eine Pause. Bekomme auch gleich Besuch aus Heidelberg. Vielleicht gibt es demnächst hier ein Heidelberg Gedicht. Aber erst einmal gibt es die Pause. Mit dem Gedicht Pause von Rose Ausländer:

Die Pause braucht mich,
um sich zu sammeln.
Verstohlen
hol ich aus ihrer
entzündlichen Stille
den Funken


Sonntag, 13. April 2025

mit Popcorn im Kino

Heute soll es wieder einen Pink Moon am Himmel geben. Pink Moon hatten wir schon im Blog. Nick Drake, der Pink Moon geschrieben hat, hat auch schon einen Post. Ich weiß nicht, wie der Mond am 13 April 1953 in London aussah, da erschien nämlich der erste James Bond Roman Casino Royale. War kein großartiger Erfolg. Die Auflage von 4.500 Exemplaren sprach nicht dafür, dass der Verlag einen Bestseller vermutete. Für den Ullstein Verlag war der Playboy des englischen Geheimdienstes (der im gleichen Jahr wie Hugh Hefners Playboy das Licht der Welt entdeckt hatte) sieben Jahre später noch kein Markenzeichen, kein cultural hero, mit dem man werben konnte. So hieß es auf dem Buchrücken der deutschen Erstausgabe (Erstmalig in deutscher Sprache! stand vorne drauf): Casino Royale ist eine der harten, im amerikanischen Stil geschriebenen, abenteuerlichen Stories, mit denen der englische Autor Ian Fleming sich seinen Platz in der ersten Reihe der beliebtesten Kriminalautoren gesichert hat.

An James Bond Gedichten ist kein Mangel. Das kürzeste ist von Frank Scholz:

Geschürt, nicht gerüttelt

Sein Name ist Bond,
James Bond. 
Das Girl, es ist blond,
schön blond.
Jawohl, Bond ist Schond.
Na ond?

Am besten finde ich das Gedicht über die Bond Girls von Fiona Pitt-Kethley, das in dem Post Domino steht. Ich habe heute aber etwas ganz anderes, ein James Bond Gedicht von der Amerikanerin May Swenson (1913-1989). Harold Bloom hat sie als major poet bezeichnet: As a poet, May Swenson derives from Emily Dickinson, Gertrude Stein, Marianne Moore, and Elizabeth Bishop. Er fand es enttäuschend, dass sie noch nicht in der Library of America vertreten war, aber seit 2013 gibt es diesen Band mit fünfhundert Gedichten. Der Herausgeber Langdon Hammer, der bei Bloom studiert hatte, sagte nach dessen Tod im Jahre 2019: Right up until the last week, generations of Yale students found him the most inspiring and memorable teacher they ever had.

Der Dichter William Stafford (der hier schon einen Post hat) hat über seine Kollegin gesagt: No one today is more deft and lucky in discovering a poem than May Swenson. Her work often appears to be proceeding calmly, just descriptive and accurate; but then suddenly it opens into something that looms beyond the material, something that impends and implies… So graceful is the progression in her poems that they launch confidently into any form, carrying through it to easy, apt variations. Often her way is to define things, but the definitions have a stealthy trend; what she chooses and the way she progresses heap upon the reader a consistent, incremental effect.

Ihre Eltern waren aus Schweden in den Mormonenstaat Utah gekommen, zuhause wurde Schwedisch gesprochen. Englisch musste May Swenson erst lernen. Sie hat später auch schwedische Autoren übersetzt, unter anderem den Nobelpreisträger →Tomas Tranströmer. Sie war auf der Universität gewesen und hatte ihr Examen gemacht, aber es war schwer, in der Great Depression einen Job zu finden. Sie arbeitete eine kurze Zeit als Reporterin in Salt Lake City. Dann ging sie nach New York und setzte eine Anzeige in die New York Times: Writer, college degree, trained arts, literature, keen, healthy, physical, mental poise, age 23, do anything progressive and legitimate that nets living. Sie hatte viele kleine Jobs, klaute Klamotten, um für den Job gut auszusehen. Sie war glücklich, ins The Federal Writers Project aufgenommen zu werden. Hier steht sie 1946 auf dem Empire State Building und hat Schuhe an den Füssen. Das hatte sie nicht immer, lesen Sie mehr dazu in →I Have Shoes To My Feet This Time.

1936 war sie nach →New York gekommen, da hatte sie vor der Reise in ihr Tagebuch geschrieben: new roads—a new city—life, life you are there, ferociously awaiting me—far—in another city.… I am writing in this book for the last time in this life before going away on a bus… New York is to be my hometown … New York—my city—Walt Whitman’s and mine. You Walt Whitman & Thomas Wolfe—soon Alfred Steiglitz [sic]—soon to be in that City. Ein Vierteljahrhundert später, als Beauford Delaney dieses Bild von ihr malt, hatte sie schon drei Gedichtbände veröffentlicht, vier Literaturpreise bekommen und hatte eine feste Stelle beim Verlag New Directions. So berühmt sie in Amerika einmal war, in Deutschland ist sie nicht bekannt geworden. In dem Band Sehen heißt ändern mit zweisprachiger amerikanischer Lyrik ist sie drin, und bei poetenladen gibt es zwei Gedicht von ihr in deutscher Übersetzung. Viel mehr ist nicht. Ich habe →hier zwanzig Gedichte für Sie. The James Bond Movie ist da auch drin. Und heute bei mir:

The popcorn is greasy, and I forgot to bring a Kleenex. 
A pill that’s a bomb inside the stomach of a man inside

The Embassy blows up. Eructations of flame, luxurious
cauliflowers giganticize into motion. The entire 29-ft.

screen is orange, is crackling flesh and brick bursting,
blackening, smithereened. I unwrap a Dentyne and, while

jouncing my teeth in rubber tongue-smarting clove, try
with the 2-inch-wide paper to blot butter off my fingers.

A bubble-bath, room-sized, in which 14 girls, delectable
and sexless, twist-topped Creamy Freezes (their blond,

red, brown, pinkish, lavendar or silver wiglets all
screwed that high, and varnished), scrub-tickle a lone

male, whose chest has just the right amount and distribu-
tion of curly hair. He’s nervously pretending to defend

his modesty. His crotch, below the waterline, is also
below the frame—but unsubmerged all 28 slick foamy boobs.

Their makeup fails to let the girls look naked. Caterpil-
lar lashes, black and thick, lush lips glossed pink like

the gum I pop and chew, contact lenses on the eyes that are
mostly blue, they’re nose-perfect replicas of each other.

I’ve got most of the grease off and onto this little square
of paper. I’m folding it now, making creases with my nails.

Samstag, 12. April 2025

und an der Hüfte Bananen

Heute vor fünfzig Jahren starb Josephine Baker in Paris. Wir kennen sie von Photos nackt oder halbnackt mit einem Bananenröckchen als Tänzerin, als Star des Pariser Revuetheaters. Aber es hat noch eine andere Josephine Baker gegeben. Eine Frau, die bei der Résistance war. Die einen Pilotenschein hatte, Leutnant in der Luftwaffe des Freien Frankreichs war und das Croix de Guerre erhielt. Und 1961 die Légion d'honneur. 1963 hatte sie Martin Luther King als einzige weibliche ✺Rednerin beim Marsch auf Washington vor dem Lincoln Memorial eingeladen.

Das alles interessiert neuerdings nicht mehr, die ewigen Fragen, ob die Tänzerin lesbisch gewesen sei, haben jetzt eine modische neue Form bekommen, die heißt jetzt LGBTQ. Und mit der sexuellen und kulturellen Einordnung ihrer Lebens hat auch die englische Dichterin Patience Agbabi zu tun, mit sich selbst und mit ihrer Lyrik. Sie liebt das gesprochene Wort, das ihr über das Gedruckte geht. Wir können das gleich einmal ausprobieren. Ich habe hier ihr Gedicht Josephine Baker Finds Herself aus dem Jahre 2008:

She picked me up like a slow-burning fuse.
I was down that girls' club used to run in Brixton,
on acid for fuel. Lipstick lesbians,
techno so hardcore it's spewing out Audis.
She samples my heartbeat and mixes it with
vodka on the rocks. I'm her light-skinned, negative,
twenty-something, short black wavy-bobbed diva.
She purrs La Garçonne, fancy a drink? I say
Yes. She's crossing the Star Bar like it's a catwalk. So sleek!
A string of pearls, her flapper dress
studded with low-cut diamonds
through my skin, straight to my heart.
Twenties chic! She works
me up and down. I worship
the way she looks.

The way she looks
me up and down. I worship
twenties chic. She works
through my skin, straight to my heart
studded with low-cut diamonds.
A string of pearls her flapper dress.
Yes! She's crossing the Star Bar like it's a catwalk so sleek
she purrs, la garçonne! Fancy a drink? I say.
Twenty-something, short, Black, wavy-bobbed diva:
Vodka on the rocks, I'm her light-skinned negative.
She samples my heartbeat and mixes it with
techno so hardcore it's spewing out Audis
on acid for fuel. Lipstick Lesbians,
that girls' club used to run in Brixton
like a slow-burning fuse. I was down.
She picked me up.


Und hier ihren ✺Vortrag mit dem Gedicht. Mit ihrem Vortrag bekommt das Gedicht über die Lipstock Lesbians in Brixton Showcharacter. Ich habe es noch einmal vorgelesen von ✺Brandy Pearson. Sehr schön gelesen.